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Auch in Zürich wollen Eltern die Schulen selber auswählen

12.05.2008
Jetzt kommt die freie Schulwahl auch im Kanton Zürich aufs Tapet. Schon bald will die Elternlobby Unterschriften für ihre Initiative sammeln. Lehrer und Schulpolitiker wehren sich.
12. Mai 2008, 22:25 – Von Daniel Schneebeli (Tagi Online)

Die wichtigsten Fakten Bis jetzt werden Kinder von den Gemeinden in ein Schulhaus eingeteilt und dort von der Schulleitung einer Lehrperson zugeteilt. Das passt vielen Eltern nicht. Sie möchten selber entscheiden, wo ihre Kinder zur Schule gehen. Die Elternlobby, ein 2002 gegründeter, national tätiger Verein, hat eine Liberalisierungswelle losgetreten, die jetzt auch den Kanton Zürich erfasst. Nach den Sommerferien will der Verein mit der Unterschriftensammlung für die Initiative «Ja, Bildungsvielfalt für alle» fordern.

Die Initiative wird auch in rund zehn weiteren Kantonen gestartet. Im Kanton Baselland ist sie sogar schon eingereicht. Gefordert wird die Änderung der Kantonsverfassung. Gemäss Initiativtext würde sich Wahlfreiheit nicht auf öffentliche Schulen beschränken. Zur Wahl sollen auch anerkannte Privatschulen stehen, sofern diese von den Eltern keine Schulgelder verlangen und Kinder jeder Nationalität und Religion aufnehmen. Die Elternlobby verspricht sich dadurch «echte Chancengleichheit».

Im Kanton Zürich hält sich die politische Unterstützung noch in Grenzen. Zwar gibt es in allen politischen Lagern Sympathisanten für das Anliegen, doch von den Parteien hat sich erst die FDP Schweiz für die freie Schulwahl ausgesprochen – allerdings nur halbherzig. Zur Wahl sollen nur staatliche Schulen stehen. Privatschulen würden nicht einbezogen. Skeptisch stehen dem Anliegen die Behörden und Lehrerorganisationen gegenüber, und auch die Privatschulen sind zurückhaltend. Grundsätzlich unterstützen sie den Wettbewerbsgedanken. Doch viele Schulen befürchten, dass sie mit der Initiative künftig neue Vorschriften einzuhalten hätten. Unter anderem könnte ihnen die Klassengrösse vorgeschrieben werden. Das wäre für Privatschulen fatal, da kleine Klassen das wichtigste Verkaufsargument sind. Gegenüber dem «Landboten» hat der Verband der Zürcher Privatschulen betont, man werde sich zur Initiative neutral verhalten.

Bedingungslos hinter der Initiative steht FDP-Nationalrat Filippo Leutenegger, selber Vater von fünf Kindern, Gründer von zwei Horten und laut eigenem Empfinden ein «intimer Kenner der Zürcher Schulszene». Laut Leutenegger diskutiert das Initiativkomitee, ob im Kanton Zürich eine Zwillingsinitiative lanciert wird. Der offiziellen würde eine gemässigte Variante zur Seite gestellt (Wahlfreiheit nur unter Staatsschulen).

Donnerstag, 22. Mai, 19.30 Uhr, Gemeindesaal Zollikon: «Freie Schulwahl Chance oder Bedrohung», Diskussion mit Regine Aeppli, Bildungsdirektorin, Lilo Lätzsch, Präsidentin Lehrerverband, Margarita Müller, Elternlobby, Filippo Leutenegger, Nationalrat FDP.

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