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Krisenstab zum Lehrermangel eingesetzt

16.04.2008
16. April 2008, 23:31 – Von Daniel Schneebeli (Tagesanzeiger)

Die Personalsituation in den Schulen spitzt sich zu. Das Zürcher Volksschulamt rechnet im August mit handfestem Lehrermangel und ergreift nun Notmassnahmen.

Im Moment steht im Kanton Zürich zwar noch vor jeder Schulklasse ein Lehrer oder eine Lehrerin. Ob das nach den nächsten Sommerferien auch noch so sein wird, ist aber fraglich. Derzeit suchen praktisch alle Schulen neues Personal. Gestern waren in der Onlinebörse für Lehrpersonen 363 offene Dauerstellen aufgeschaltet. In mittelgrosse Zeitungsinserate umgerechnet, würden sie im TA-«Stellen-Anzeiger» über 40 Seiten füllen.

Wie ernst die Situation im Volksschulamt eingeschätzt wird, zeigt die Einsetzung einer Taskforce mit Behördenvertretern, mit Fachleuten der Pädagogischen Hochschule und der Gemeindeschulpflegen. Der Krisenstab diskutiert Massnahmen, wie die Lage entschärft werden könnte. Laut Volksschulamtschef Martin Wendelspiess liegen 15 Vorschläge mit Notmassnahmen auf dem Tisch. Welche umgesetzt werden, ist noch nicht entschieden. Im Fokus stehen Ex-Lehrer und vor allem -Lehrerinnen, die zum Wiedereinstieg bewegt werden sollen, etwa mit attraktiven Weiterbildungsangeboten. Weiter könnten Lehrpersonen, die kurz vor der Pensionierung stehen, motiviert werden, ein oder zwei Jahre anzuhängen. Diskutiert wird auch, ob Lehrpersonen über das 65. Altersjahr hinaus unterrichten könnten, was heute nicht erlaubt ist.

Die Pädagogische Hochschule (PH) macht sich Gedanken, wie sie die Leute wieder in die Lehrerbildung bringen könnte. Das Interesse am Beruf ist in den letzten Jahren landesweit stark abgeflaut. An der PH in Zürich ist die Zahl der Studierenden in nur zwei Jahren um fast 20 Prozent zurückgegangen.

Kündigungen und steigender Bedarf
Gestern war in den Schulen der letzte Kündigungstermin. Wie viele Lehrpersonen gekündigt haben, kann Wendelspiess noch nicht sagen. Die Meldungen aus den Gemeinden gehen erst im Mai ein. Er weiss aber: «In diesem und nächsten Sommer wird es sehr schwierig, alle Stellen zu besetzen.» Das hängt aber nicht nur mit der Zahl der Kündigungen zusammen, sondern auch mit dem grossen Bedarf. Weil die Handarbeit aufgestockt, die Klassen verkleinert, Biblische Geschichte wieder eingeführt und die Lehrer entlastet werden, braucht es in den nächsten Jahren rund 800 zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer


 

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