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Schulleiter Uwe Niessner blickt auf 100 Amtstage zurück

24.11.2007
 Auch wenn alles im Wandel ist und er viele Baustellen gleichzeitg zu betreuen hat bei der Umsetzung des neuen Volksschulgesetzes:  Schulleiter Uwe Niessner stellt sich den Herausforderungen gern.

Sabine Schneiter, Redaktorin
Neues Bülacher Tagblatt/Zürcher Unterländer

20 Jahre hat Uwe Niessner als Primarlehrer unterrichtet; dann hat er an der Akademie für Erwachsenenbildung in Luzern eine Nachdiplomausbildung zum Schulleiter gemacht und leitet seit August die Schule in Bachenbülach. «Ich gebe sehr gerne Schule; doch irgendwann hat mich das Neue interessiert», erklärt Niessner.
An Neuem fehlt es ihm an seiner Arbeitsstelle beileibe nicht, schliesslich ist er der erste Schulleiter im Dorf. Damit ist die Schule Bachenbülach der Vorschrift nachgekommen, dass sämtliche Schulen im Kanton bis nächsten Sommer eine Leitung eingesetzt haben müssen. Zahlreiche weitere Umsetzungsschritte des neuen Volksschulgesetzes liegen nun im Aufgabenbereich des neuen Schulleiters.

Tagesbetreuung – aber wo?
Zum Beispiel kümmert sich dieser um die Einrichtung der Tagesbetreuung. Aktuell bietet die Schule viermal pro Woche einen Mittagstisch an; doch ab nächstem Jahr sollen die Kinder täglich von 7.30 bis 18 Uhr betreut werden können. Dabei stellt sich allerdings die Frage wo. Schon jetzt bietet die Schule zuwenig Raum; die Schulhauserweiterung ist erst in Planung. «Wir brauchen ab nächstem Schuljahr Gruppenräume, sonst müssen wir mit weiteren Provisorien arbeiten», macht Nissner deutlich.
Neben dem organisatorischen Bereich gehören auch pädagogische Aufgaben zu seinem Jobbeschrieb. Allen voran ist dies die Erstellung des Schulprogramms, welches die Entwicklung der nächsten drei Jahre festlegt und ebenfalls eine Neuerung nach neuem Volksschulgesetz ist. 
Als eine seiner ersten Aufgaben hat Niessner dieses Programm zusammen mit der Lehrerschaft erarbeitet – «in Rekordzeit», wie er mit einem Lob an die Lehrerschaft sagt. Eine weitere Herausforderung ist die Aufhebung von Kleinklassen.  Kinder, die bisher die Sonderpädagogik besucht haben, werden neu in die Regelklassen integriert: «Die Unterschiede bei den Fähigkeiten der Kinder sind extrem», hält Niessner fest. Daher gelte es, Unterrichtsformen zu finden, die allen gerecht werden. Und nicht zuletzt kümmert sich der Schulleiter um personelle Belange.

Alles ist im Wandel
Als langjähriger Lehrer und als Vater zeigt Niessner Verständnis dafür, dass die vielen Änderungen an der Schule bei Lehrerschaft und Eltern Fragen und manchmal Widerstand hervorrufen. Umso mehr freut er sich über die gute Zusammenarbeit auch mit erfahrenen Lehrern :«Sie freuen sich auf die Neuerungen und nehmen sie positiv auf».
Doch auch von Niessner selber verlangt die aktuelle Situation des Umbruchs immer wieder viel Flexibilität. Wenn er etwa beim Volksschulamt auf eine Frage unterschiedliche Antworten bekommt, bleibt nichts anderes übrig, als von seiner Autorität als Schulleiter Gebrauch zu machen, und zu entscheiden: «Jetzt machen wir es so!»

Innovationen trotz Spardruck
«Es ist extrem interessant, eine Schule zu entwickeln, die allen dient», sagt Niessner voller Begeisterung über seine Arbeit. Dennoch zeigt er sich auch kritisch: «Die Massnahmen, die wir umsetzen müssen, sind zwar toll; in Verbindung mit dem Spardruck seitens des Kantons geht es jedoch nicht auf». Als Beispiel nennt er die grossen Klassen.
Auch gegenüber dem neuen Beruf als Schulleiter würde er sich etwas mehr Wertschätzung vom Kanton wünschen. Denn der Arbeitsaufwand sei enorm: «Jetzt dürfen wir zwar die Stunden aufschreiben und am Wochenende und nach 20 Uhr abends nicht mehr arbeiten. Das wären gute Bedingungen, doch die sind gar nicht umsetzbar.» Schliesslich fänden etwa Treffen mit Eltern oder Behörden immer am Abend statt.
Er sei daher sehr froh, dass er in Bachenbülach – anders als dies etwa in kleineren Gemeinden der Fall ist – nicht mehr als die für Schulleiter obligatorischen vier Schulstunden geben müsse: «Die Verantwortung für die Klassenführung und die Tätigkeit als Schulleiter, das lässt sich nicht vereinbaren». Mit den Kindern hat der ehemalige Lehrer fast nur noch zu tun, wenn Probleme auftauchen, welche die Klassenlehrer nicht selber lösen können.
Den Ausgleich zu seiner Arbeit findet Niessner als Trainer einer U16 Mannschaft bei den Kloten Flyers: «Dabei kann ich Energie tanken und finde das, was ich in diesem Job etwas vermisse: den Kontakt mit Jugendlichen.»

Zeitungsartikel
vom 24. November 2007
 

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