Rechtsmittel
Ist jemand mit einer Massnahme der Schulbehörde nicht einverstanden, bestehen folgende Möglichkeiten, den Entscheid anzufechten:
Wiedererwägungsgesuch Die verfügende Behörde wird gebeten, auf ihren Entscheid zurückzukommen. Die Schulbehörde ist frei, auf das Gesuch einzutreten. Gründe für ein Wiedererwägungsgesuch können zum Beispiel eine veränderte Ausgangslage, eine neue Stellungnahme oder ein neues Gutachten sein.
Einsprache Die Einsprache ist eine förmliche Anfechtung einer nicht endgültigen Verwaltungsverfügung. Sie ist nur dann möglich, wenn der Entscheid nicht von der Gesamtbehörde (Schulpflege), sondern z.B. von einem Ausschuss oder der Schulleitung ausgegangen ist.
Rekurs Ein Entscheid der Gemeindeschulpflege wird mittels Rekurs bei der nächsthöheren Instanz angefochten. Das Schreiben an die Oberbehörde muss eine Kopie des angefochtenen Entscheides und eine Begründung enthalten. Die Rekursfrist beträgt im allgemeinen 20 Tage, kann jedoch begründet verkürzt werden bis auf 3 Tage. Die Einreichung eines Rekurses hat für die Massnahme in der Regel aufschiebende Wirkung. Bei einem ablehnenden Entscheid müssen die Kosten meistens vom Rekurrenten getragen werden.
Aufsichtsbeschwerde Handelt die Gemeindeschulpflege nach Meinung eines Bürgers oder einer Bürgerin pflichtwidrig oder unzureichend, kann bei der Oberbehörde (Bezirksschulpflege) eine Beschwerde eingereicht werden. Die Arbeit der Schulbehörde wird dann überprüft, und ein allfälliges Fehlverhalten kann gerügt werden. Entscheide können aber nur durch einen Rekurs umgestossen werden.
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