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Logopädie

Die Logopädie befasst sich mit Auffälligkeiten der Sprache, des Sprechens, der Stimme und des Schluckens. Die Themenkreise Stimme und Schlucken sind für viele selbsterklärend. Doch was ist eigentlich mit Sprechen und Sprache genau gemeint?

Was ein kleines Kind braucht, um die Sprache seiner Eltern zu erlernen, lässt sich am „Sprachbaum“ gut verdeutlichen. Stellen Sie sich einen hoch gewachsenen Laubbaum vor:
Um die Sprache zu entdecken, benötigt ein Kind die Wurzeln (Entwicklungsschritte, die jedes Kind durchläuft).
Erst daraus kann sich der Stamm entwickeln. Er symbolisiert die Voraussetzungen des Sprechens und der Sprache. Erst dann kann der komplette Baum („Wortschatz“, „Grammatik“ und „Artikulation“) entstehen und sich entfalten. Ebenso wichtig sind Licht (Wärme, Liebe und Akzeptanz) und Wasser (Kommunikation).
Nicht zu vergessen die Erde, in welcher der Baum aufwächst (Umwelt und Gesellschaft).

Was passiert nun, wenn ein Kind Schwierigkeiten hat?
Verzögerungen des Sprechens und der Sprache können in allen Bereichen („Wortschatz“, „Grammatik“ und „Artikulation“) zeigen. Oft weist dann das Spielverhalten darauf hin, dass bereits in den Wurzeln und im Stamm wichtige Schritte nicht entdeckt wurden.
Die Fähigkeit, Sprache zu verstehen und sich auszudrücken, bildet allerdings die Grundlage für die Integration im Kindergarten und in der Schule und ermöglicht schulisches Lernen.
Störungen in der Sprachentwicklung können alle Bereiche der kognitiven, emotionalen und sozialen Entwicklung eines Kindes beeinträchtigen und bereiten Eltern grosse Sorgen. Deswegen ist es wichtig, dass Kinder mit Problemen in der Sprachentwicklung schnelle Hilfestellung durch früh einsetzende logopädische Massnahmen bekommen und so gezielt unterstützt werden.
Sobald ein Kind den Kindergarten besucht, durchläuft es automatisch eine logopädische Reihenerfassung, d.h. die Logopädin kommt in den Kindergarten und verschafft sich durch kurze Gespräche und Tests einen Überblick über den Sprachstand der einzelnen Kinder. Wenn ein Kind nun „auffällig“ ist, wird die Logopädin mit den Eltern Kontakt aufnehmen und mit ihnen das weitere Vorgehen besprechen, d.h. genügt eine ausführliche Beratung oder ist eine logopädische Therapie angezeigt.

Welche Auffälligkeiten, die in einer logopädischen Therapie verbessert werden können, kann man beobachten?

Aussprache
Das Kind kann gewisse Laute nicht bilden, es spricht undeutlich, ist für Aussenstehende schwer verständlich, atmet viel durch den Mund.

Satzbau
Es verdreht oder verkürzt die Sätze und gebraucht falsche Wortendungen (z. B.: „Ich gestern geschwimmt bin.“).

Wortschatz
Das Kind kennt gebräuchliche Begriffe nicht oder umschreibt diese nach Form und Funktion („ganz klein“ „für Zwerg“ „zum trinken“ „für Glas“). Das Kind verwendet viele Passepartout-Wörter wie „das Dings“.

Sprachverständnis
Es versteht die Sprache nicht altersgemäss, obwohl das Hörvermögen intakt ist. Es fragt nach, als höre es nicht richtig („was? hä?“). Ohne entsprechende Gestik versteht das Kind Anweisungen nicht. Es antwortet oft mit „jaja“, auch wenn dies keinen Sinn ergibt.

Redefluss (Stottern)
Das Kind wiederholt krampfhaft Laute, Silben, Wörter oder Satzteile und kämpft mit Blockierungen.

Lesen und Schreiben
Das Kind versteht die Funktion und den Aufbau der Schriftsprache noch nicht (Lesen und Schreiben).
Beim Lesen orientiert sich das Kind beispielsweise an den ersten oder auffälligen Buchstaben und „erfindet“ ähnliche Wörter. Es kann einzelne Laute/Buchstaben nicht zu einem Wort zusammenschleifen. Es liest sehr langsam oder undeutlich. Das Kind erfasst den Sinn des Gelesenen nur ungenau oder gar nicht.
Beim Schreiben kann das Kind die Laute den Buchstaben nicht zuordnen. Es verdreht die Buchstaben im Wort, lässt diese aus, oder ersetzt sie mit anderen. Das Kind hat Mühe, Buchstaben zu speichern. Es kann grammatikalische Regeln nicht durchgehend anwenden.

Manchmal sind solche Auffälligkeiten noch mit Begleitsymptomen, gekoppelt. Diese können in den Bereichen Wahrnehmung (sehen, hören spüren), soziales Verhalten oder Bewegung (Grob- und Feinmotorik, z. B.: klettern, schneiden; Gleichgewicht; Koordination) auftreten.

Logopädie in der Gemeinde Bachenbülach
Die Kinder, die den Kindergarten und die Primarschule Bachenbülach besuchen, haben die Möglichkeit, durch logopädische Therapie intensiv gefördert zu werden. Denn gute Kompetenzen in Sprache und Schrift sind wichtige Voraussetzungen für einen späteren Ausbildungsplatz. Die Sprache ist ein wesentliches Mittel, um am beruflichen und sozialen Leben teilzuhaben.

Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt,

die Grenzen meiner Welt sind jedoch auch die Grenzen meiner Sprache,

… entdecke die Welt und du entdeckst die Sprache!

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